Weichelsee und Energieeffizienz werden Wahlkampfthemen

Den Weichelsee als Naherholungsgebiet aufwerten

Am Weichelsee lässt sich ein immer umfassenderer Handlungsbedarf erkennen: Wie lässt sich der beständigen Verschmutzung, insbesondere des Strandbereichs, mit Abfall und Glasscherben entgegenwirken? Wo braucht es Verbesserungen am bestehenden Angebot, wie bspw. den Spiel- und Sportgeräten und hinsichtlich der Wasserqualität? Lässt sich ein eigenständiger Badebereich für Jugendliche oder ein frei zugänglicher Grillbereich schaffen und kann die gefährliche Parksituation entlang der Bremer Straße entschärft werden? Im Kern geht’s es um die Frage: Wem und welchen Interessen soll dieser Bereich überhaupt dienen?

Die Notwendigkeit, diese Fragen zeitnah zu beantworten, liegt somit auf der Hand. Die Corona-Beschränkungen haben im Sommer zudem sehr deutlich aufgezeigt, dass der Weichelsee als Naherholungsgebiet unverzichtbar ist. Insbesondere junge Menschen und Familien nutzen ihn gerne. Eine attraktive und überzeugende Weiterentwicklung dieses zentralen Bereichs unserer Stadt muss daher aktiv gefördert werden. Aus unserer Sicht bietet eine beteiligungsoffene und professionell moderierte Konzepterstellung dafür die besten Chancen. Besondere Wünsche möglicher gastronomischer Investoren sind hierbei nur ein Baustein von vielen. Vor allem die Interessen und Wünsche der Rotenburgerinnen und Rotenburger müssen im Vordergrund stehen. Die Stadt steht hier in der Verantwortung, die Ziele mit allen Bürgerinnen und Bürger gemeinsam entsprechend zu bestimmen. 

Ein aktives Energiemanagement schont Umwelt und Finanzen

Zum anderen wird mittlerweile immer deutlicher, dass in der Gebäudebewirtschaftung der städtischen Immobilien nicht alle Potentiale für eine energieeffiziente Nutzung realisiert werden. Ein modernes und dauerhaftes Energiemanagement, wie es inzwischen in vielen vergleichbaren Kommunen praktiziert wird, fehlt in Rotenburg. Dies verwundert umso mehr, da in der Regel Kosteneinsparungen zwischen 5 bis 15 % zu erwarten sind. Zugleich liegt mit dem Know-how der Stadtwerke die konkrete Möglichkeit auf dem Tisch. Ein solches Energiemanagement ließe sich also zeitnah, effektiv und kosteneffizient realisieren. Insofern verwundert es, dass sich die CDU nicht nur diesen Argumenten verschließt, sondern auch noch generell infrage stellt, ob es überhaupt Aufgabe der Stadt sein soll, ihre eigenen Stadtwerke bei der Etablierung dieser Serviceleistung zu unterstützen. Wer dieser Argumentation versucht mit einem wirtschaftskompetenten Blick zu begegnen, bleibt irritiert zurück. Viel ernüchternder ist aber, dass aus diesem politisch mindestens fahrlässigen Verhalten, der Stadt ein möglicher jährlicher Schaden im Bereich zwischen 30.000 € und 90.000 € entstehen dürfte.  

Für beides treten wir bei der Stadtratswahl 2021 an!

In der Demokratie ist es ein ungeschriebenes Gesetz, dass demjenigen, der über die Mehrheit verfügt, auch eine besondere Verantwortung zukommt, im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger zu handeln. Hierzu zählt es insbesondere, politische Entscheidungen mit Weitsicht und am Allgemeinwohl orientiert zu fassen. Diese Orientierung ist der CDU im Stadtrat offensichtlich abhanden gekommen, wie die Zurückweisung unserer Anträge zum Weichelsee-Konzept und zum aktiven Energiemanagement im Rahmen der Haushaltsberatungen für das Jahr 2021 zeigen.  

Angesichts dessen, müssen die Wählerinnen und Wähler im nächsten Jahr selbst entscheiden, welche Vorschläge und welche Art der Politikgestaltung sie zukünftig in Rotenburg mehr überzeugen. Wir machen ihnen hierzu ein überzeugendes und nachhaltiges Angebot.     

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