Unsere Plakate – Unsere Pläne


Vollständig erneuerbar bis 2050
Heute decken wir über drei Viertel des Strombedarfs in Niedersachsen aus der Nutzung von Solar-, Windenergie und Biomasse. Bis 2050 wollen wir nicht nur beim Strom, sondern auch im Verkehrs- und Wärmebereich vollständig auf die Nutzung fossiler Energieträger verzichten. Dazu wollen wir die Erneuerbaren weiter ausbauen.

Vorfahrt für Erneuerbare Energien
Statt Wind- und Solarstrom bei Überproduktion ungenutzt zu lassen, weil der Kohlestrom die Netze verstopft, wollen wir Vorfahrt für die Erneuerbaren. Zudem wollen wir in Stromspeicher und ein intelligentes Lastmanagement investieren, um Ökostrom auch dann zu nutzen, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht.

Kein Fracking
Die Förderung von Erdgas durch Fracking, bei dem das Gestein über Tiefbohrungen mit einem Chemikalien-Wasser-Gemisch und hohem Druck aufgebrochen wird, lehnen wir ab. Die vom Bund ermöglichten Probebohrungen in Schiefergestein lassen wir nicht zu. Der Schutz der Gesundheit und des Grundwassers hat für uns absoluten Vorrang.

Kühe auf die Weide
Viele unserer Milchkühe stehen inzwischen das ganze Jahr im Stall. Wir wollen, dass sie wieder auf die Weide kommen, denn das ist artgerecht und das Grünland bleibt erhalten. Damit die Bäuerinnen und Bauern davon auch leben können, gibt es Fördermittel und ein Weidemilchprogramm.

Damit es summt und brummt
Die Biene ist unser wichtigstes Nutztier, denn ohne Bienen gibt es keine Früchte. Damit die Bienen leben können, brauchen sie ausreichend Futter und Schutz vor Insektengift. Deshalb fördern wir Blühstreifen in der Landschaft und treten dafür ein, Insektengifte wie Neonicotinoide ebenso zu verbieten wie das Pflanzengift Glyphosat.

Es muss drauf stehen was drin ist
Genmanipulierte Nahrungsmittel müssen eigentlich gekennzeichnet sein. Für tierische Produkte wie Eier oder Käse gilt das aber selbst dann nicht, wenn die Tiere Gen-Futter bekommen haben. Das wollen wir ändern: Wir wollen eine umfassende Kennzeichnung. Auch für die Tierhaltungsform beim Frischfleisch und bei verarbeiteten Eiern.

Ein ökologisches Netz knüpfen
Auf 15 Prozent der Landesfläche soll die Natur Vorrang haben. Hier wollen wir ein Netz von Biotopen schaffen, in dem die Nationalparks, Biosphärenreservate, Naturschutz- und Naturwaldgebiete durch Hecken, Feldränder und natürliche Gewässer verknüpft sind.

Natürlicher Wald
Wir wollen zwei große Wald-Wildnisgebiete von jeweils mehr als 1.000 Hektar schaffen und zusätzlich 10 Prozent des landeseigenen Waldes dauerhaft nicht mehr forstwirtschaftlich nutzen. Damit sich der Wald ganz natürlich entwickeln kann. Auch naturnahe Wälder im Privatbesitz wollen wir fördern.

Mehr Wildnis wagen
Über 100 Jahre war der Wolf in Niedersachsen ausgerottet, jetzt ist er wieder da. Ein Erfolg für den Naturschutz! Damit Mensch und Wolf in Niedersachsen dauerhaft zusammenleben können, wollen wir den Schutz der Weidetiere gemeinsam mit den Landwirten noch weiter verbessern. Selbstverständlich hat der Schutz des Menschen immer Vorrang.

Sanieren statt betonieren 
Statt weitere Autobahnen zu bauen, wollen wir die schon vorhandenen Straßen und Brücken sanieren. Immer neue Fernstraße sind nicht nur die falsche Antwort auf den Klimawandel, sondern auch mit zusätzlichen Belastungen für Menschen und Umwelt verbunden. 

Öffentliche Verkehrsmittel fördern 
Wir wollen weitere stillgelegte Bahnstrecken und Haltepunkte reaktivieren. Außerdem fordern wir einen landesweit einheitlichen Tarif für alle öffentlichen Verkehrsmittel. Vor allem an Bahnhöfen wollen wir E-Bike- und E-Carsharing-Stationen fördern. 

Ab 2030 emissionsfrei mobil 

Gerade unsere Städte haben ein massives Problem mit Stickoxiden aus dem Auspuff. Deshalb wollen wir ab 2030 nur noch emissionsfreie Autos neu zulassen. Damit die Luft schon jetzt sauber wird, brauchen wir die Blaue Plakette. Die besonders dreckigen Diesel müssen umgerüstet werden oder draußen bleiben. 

Digitalisierung gestalten 
Ohne Digitalisierung keine schnelle Kommunikation: Nur mit einer flächendeckenden Breitbandversorgung werden wir Unternehmen und damit Arbeitsplätze im ländlichen Raum halten und ansiedeln können. Das ist nicht nur ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, sondern auch für die Lebensqualität und soziale Teilhabe von hoher Bedeutung.

Einwanderungsland Niedersachsen
Seit vielen Jahrzehnten prägen Menschen unterschiedlichster Herkunft Niedersachsen. Sie bereichern unsere Gesellschaft und haben sie vielfältiger und bunter gemacht. Rassismus und Diskriminierung haben hier keinen Platz. Dafür setzen wir uns ein.

Mehr Sprachkurse
Wir wollen Basissprachkurse anbieten, an denen Geflüchtete ohne bürokratische Zugangsberechtigungen, unabhängig vom aktuellen rechtlichen Status und Sprachniveau teilnehmen können. Auf diesen Grundkenntnissen können dann weitere Maßnahmen aufbauen – für einen guten Start zu echter Teilhabe.

Leichter Zugang zu Arbeit
Wir wollen für Flüchtlinge und Migrant*innen den Einstieg in Ausbildung und Arbeit erleichtern. Das bedeutet, allen Geflüchteten die Chance zu geben, eine Einstiegsqualifizierung zu durchlaufen, bei der Arbeitgebern ein erheblicher Teil der Kosten erstattet wird. Die Vorrangprüfung und Ausnahmen vom gesetzlichen Mindestlohn für Geflüchtete lehnen wir ab.


Mehr Infos zu den Themen:

Auf der Landesdelegiertenkonferenz vom am 10. und 11. Juni 2017 haben die Delegierten der niedersächsischen Grünen das grüne Programm für den kommenden Landtagswahlkampf beschlossen. In neun Kapiteln skizzieren Bündnis 90/Die Grünen, wie sie ihre Regierungsarbeit weiter fortsetzen möchten – für ein weltoffenes, solidarisches und ökologisches Niedersachsen.

Wahlprogramm Grüne Niedersachsen 2017 als PDF-Datei.