Pressemitteilung aus Celle

Pressemitteilung von Annegret Pfützner, Grüne im Kreistag Celle

Die Niedersächsische Landwirtschaftskammer kündigte am 12. Dezember 2017 an, dass Ausnahmegenehmigungen für die Ausbringung von Gülle im Winter künftig möglich sein sollen. Ein entsprechender Erlass des Niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums sei in Arbeit.

„Die neue Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kienast hat der Landwirtschaftslobby nachgegeben“, so Miriam Staudte, die agrarpolitische Sprecherin der Grünen im Landtag.
Nach einem Telefonat mit der Landwirtschaftskammer wurde dem Grünenmitglied im Kreistag Celle, Annegret Pfützner erklärt, dass die untere Wasserbehörde im Landkreis Celle jetzt zuständig sei. Sie wäge ab, auf welchen Flächen die Ausbringung von 10 Kubikmetern Gülle pro ha möglich sei.
In Schleswig Holstein sei der Gülledruck ebenfalls da, weil die sonst übliche Augustausbringung durch die vielen Niederschläge weggefallen sei. Dort reagieren sie jetzt mit dem Zubau von Vorratsbehältern, sogenannte Güllelagungen. Zwar gibt es davon im Landkreis Celle auch einige, aber die seien voll. Jetzt wo die Güllelager voll sind und die Bauern unter Druck stehen wird deutlich, dass die Tierzahl im Verhältnis zur Fläche auch im Landkreis Celle zu hoch ist.
„Es nicht verantwortbar, außerhalb der Wachstumsperiode auf Flächen die Gülle auszubringen. Jetzt im Winter wachsen keine Pflanzen, die die Nährstoffe aufnehmen“, so Annegret Pfützner. Die Flächen seien mit Wasser gesättigt, die Gräben voll und Gülle verseuche sowohl die Flüsse, wie das Grundwasser. Mit dieser Maßnahme verschärfe die neue Landwirtschaftsministerin das Nitratproblem. Das Grundwasser in Niedersachsen sei ohnehin schon mit zu viel Nitrat belastet. Statt dessen brauchen wir eine Trendwende in Niedersachsen wie in Dänemark, wo die Nitratwerte im Grundwasser sinken.
Die Ausbringgenehmigung im Winter sei besonders bei den Wasser gesättigten Böden eine Umweltverseuchung. Deshalb fordern die Kreis-Grünen, die untere Wasserbehörde im Landkreis Celle dürfe keine Ausbringung im Winter genehmigen, sondern eher die Notlager wie in Schleswig-Holstein.

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