Leserbrief zum Thema Winterrasen

Autor: Ratsherrr Joachim Hickisch

Für Redakteure der Kreiszeitung war es sicherlich nicht ganz einfach bei der Berichterstattung über die Abstimmung pro Winterrasen die Fraktion der Grünen mit keinem Wort zu erwähnen!

Der Bau eines Natur-/Winterrasens auf dem Grandplatz wurde von der Ratsfraktion erstmals im November 2017 im Sportausschuss nach Kontaktaufnahme mit dem Büro des „Rasenpapstes“ Mehnert thematisiert. Als Schlussfolgerung auf das im September 2018 erfolgte Expertenhearing Kunst- versus Winterrasen erfolgte dann der Ratsantrag auf Einrichtung eines Natur- (Winterrasenplatzes) auf dem bisherigen Grandplatz. Nach der Zustimmung der Annahme der zweckgebundenen Spende von Rolf Ludwig im Sport- und Verwaltungsausschuss wird nun unser Antrag umgesetzt.

Drei Anmerkungen:

 Unser großer Dank gilt Rolf Ludwig, der trotz erheblicher Anfeindungen nach seiner Spendenankündigung für einen umweltfreundlichen Naturrasenplatz bei seiner Zusage geblieben ist. Erst dies macht eine zeitnahe Umsetzung möglich.

– Für die Grünen steht eine 100 %ige Unterstützung des Sports in Rotenburg außer Frage. Für die Fußballer mag der Winterrasen keine Maximierung ihrer Wünsche sein, aber die städtische Sportanlage wird dadurch kostengünstig, nachhaltig und unter Berücksichtigung von ökologischen und gesundheitlichen Aspekten optimiert. Trainingsmöglichkeiten für Leichtathleten und Footballer bleiben erhalten. Anlieger müssen kein, wie vom RSV schon angedachtes Zweitstadion mit kleinen Tribünen und Nutzung bis 22.00 Uhr, möglichst noch für diverse auswärtige Vereine, befürchten.

 Umweltaspekte spielten bei der fairen Diskussion im Sportausschuss für die Befürworter eines Kunstrasens, insbesondere der Aspekt Mikroplastik, leider faktisch keine Rolle. Wir mussten lernen, als Verursacher von Mikroplastik stehen Sport- und Spielplätze nur an dritter Stelle und auch Radfahrer würden schließlich zur Verschmutzung beitragen. Wir teilen allerdings die Äußerungen unseres Bürgermeisters, der sinngemäß von einer möglichen Vorreiterrolle Rotenburgs in Bezug auf die Anlage / Umwandlung von Sportanlagen weg von Kunstrasenplätzen sprach.

Auch wenn es vielleicht nur kleine Schritte für einen Bewusstseinswandel in der Umweltpolitik im Sportbereich sind, ich wiederhole gerne noch einmal die Schlussworte meines Plädoyers für einen Winterrasen auf dem Grandplatz: „Wenn nicht heute, wann dann?“

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