Soziale Teilhabe

Konzepte gegen Armut und Ausgrenzung zu erarbeiten, ist eine wichtige Aufgabe von Städten und Gemeinden. Soziale Teilhabe kann Menschen aus dem gesellschaftlichen Abseits holen.

Die Flüchtlingskrise zeigt, welche Rolle die Kommunen für das tägliche Miteinander spielen. Ob soziale Interaktion gelingt und ob wir die Herausforderungen unserer Zeit meistern, hängt immer auch damit zusammen, wie gut oder schlecht unser Gemeinwesen organisiert ist. Beispiel Campus: So heißt die Aufnahmestelle für Flüchtlinge in der ehemaligen Lungenklinik in Unterstedt. Mitte des Jahres 2016 waren dort 143 Menschen untergebracht. Für die angemessene Betreuung jedes Einzelnen arbeiten Behörden, Kirchen, Diakonie und zahlreiche Ehrenamtliche eng zusammen.

Teilhabe – ein Gewinn für alle.

Konzepte gegen Armut und soziale Ausgrenzungen zu erarbeiten, ist eine der wichtigen Aufgaben von Städten und Gemeinden. Immer noch zählen Alleinerziehende, Frauen, Kinder und Jugendliche sowie Migranten zu den chronischen Verlierern unserer Gesellschaft – mit schlimmen Folgen für das Gemeinwesen. Wir GRÜNEN treten daher für ein ausreichendes Angebot an Qualifizierungsmaßnahmen,
Weiterbildungsprogrammen, Betreuungsmöglichkeiten, Freizeit- und Kulturmöglichkeiten ein. In der Kommune sollte jeder Person ein Platz zustehen, wo sie sich zugehörig fühlen kann – und zwar frei von der Verpflichtung zum Konsum. Wir Grünen verstehen unter Teilhabe einen Weg, Menschen aus dem gesellschaftlichen Abseits zu holen – nicht nur in der Jugendpolitik. Um den Teufelskreis von Armut und
Ausgrenzung zu durchbrechen, spielt auch die Qualität der sozialen Arbeit eine wichtige Rolle. Beratungs- und Präventionsstrukturen wie Arbeitslosen-, Schulden- und Suchtberatung müssen erhalten und ausgebaut werden. Schließlich sind die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, Barrierefreiheit und die Verbesserung der Gesundheitsversorgung unabdingbar für eine inklusive Gesellschaft.