Kürzung der Landesmittel für ehrenamtliche Initiativen

Sprache ist zentraler Schlüssel für erfolgreiche Integration

Grüne Niedersachsen kritisieren Kürzung der Landesmittel für ehrenamtliche Initiativen

Das Land Niedersachsen streicht ab Oktober 2020 die Sonderförderung für ehrenamtliche Integrationshelfer*innen. Die rot-grüne Landesregierung hatte ab 2015 für Räume, Materialien und Fortbildungen Gelder bereitgestellt. Damit hatte sie ehrenamtliche Initiativen unterstützt, die Geflüchtete beim Erlernen der deutschen Sprache und bei alltäglichen Aufgaben wie Behördengängen helfen.

Dazu sagen die Grünen Niedersachsen:

„Integrationsarbeit ist ein Langstreckenlauf, kein Sprint. Die Landesregierung macht einen Riesenfehler, wenn sie diesen jetzt abbricht“, so die Landesvorsitzende der Grünen, Anne Kura. „Sprache ist ein zentraler Schlüssel für ein gelungenes Zusammenleben in unserem Land und eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt.“

„Die Landesregierung lässt die vielen Menschen, die in Niedersachsen ehrenamtlich Integrationsarbeit leisten, genauso im Regen stehen, wie die Geflüchteten“, so Kura weiter. „Ehrenamtliche Initiativen müssen weiter unterstützt werden. Gerade durch Sprachförderung wird Teilhabe an Bildung und Beschäftigung ermöglicht. Das ist auch im Sinne der niedersächsischen Wirtschaft, die über Fachkräftemangel klagt.“

Die Grünen Niedersachsen fordern deshalb, das bürgerschaftliche Engagement für Integration und Teilhabe von Geflüchteten auch künftig zu unterstützen. „Es kann nicht sein, dass sich die Landesregierung auf der einen Seite mit schönen Integrationspreisen schmückt und auf der anderen Seite ehrenamtlichen Initiativen die Gelder streicht. Wir fordern deshalb die Landesregierung auf, die erforderlichen Mittel – also mindestens eine Million Euro jährlich – im Haushalt bereitzustellen.“

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