Fahrradverkehr Rotenburg

Fahrradverkehr Rotenburg

Eine Fahrradstraße für Rotenburg

Rotenburg braucht eine neue Fahrradstraße

Der Radverkehr in Rotenburg wird nach wie vor stiefmütterlich behandelt. Und das hat Konsequenzen: Nach wie vor werden viele innerstädtische Wege mit dem PKW zurückgelegt und weniger Verkehr verlagert sich vom PKW auf das Fahrrad, als möglich. Rotenburg hat bereits zwei Fahrradstraßen: Hemphöfen und die Gerberstraße – doch beide können nicht Aushängeschild für das Konzept der Fahrradstraße sein. In Hemphöfen sprechen die hohe PKW-Fequenz (ca. 600 PKW) durch Schleichverkehr und die mangelhafte bauliche Gestaltung (enge Fahrspur im westlichen Teil) dagegen. In der Gerberstraße ist zum einen querender Bus-Verkehr und eine unglückliche Einbindung in anschließende Radwegeinfrastruktur am östlichen Ende. In beiden fällen ist die beschilderte Bevorrechtigung der Radfahrer etwas, das sie sich „erkämpfen“ müssten – es aber nicht tun. Folglich wird weiter auf dem Gehweg gefahren. Dort dann zu Lasten der Sicherheit der Fußgänger. Eine erfolgreichem Umsetzung einer den Radverkehr fördernden Infrastrukturmaßnahme sieht anders aus.

Die Ost-West-Achse vom Mittelweg bis zur Burgstraße

Fahrradstraße Birkenweg Bergstraße Goethestraße Burgstraße Rotenburg

Ost-West-Achse

Eine auch im Radverkehrskonzept erwähnte Hauptverkehrsstrecke in Rotenburg verläuft von Ost nach West vom Birkenweg durch die Bergstraße die Goethestraße die Burgstraße und trifft dann auf die Mühlenstraße zwischen Ärztehauskreuzung und Kreisel an der Verdiener Straße. Diese Verbindung ist in östlicher Richtung für Kfz freigegeben und wird daher oft als Entlastungsstrecke für die überlastete Aalter Allee und Glockengießer Straße genutzt. Auch der Verkehr aus Richtung Visselhövede und Verden nutzt die Goethestraße, um zu den großen Arbeitgebern Rotenburger Werke und Agaplesion Krankenhaus zu gelangen. Die Verbdindung wird jedoch auch genutzt um zu den Arbeitgebern in der Rotenburger Innenstadt zu gelangen. Zusätzlich ist natürlich der KfZ Verkehr von Kunden und Zulieferer der südlichen Innenstadt am Verkehr stark beteiligt.

Nutzung der Goethestraße durch Radfahrer

Diese Verkehrsachse, die keine Fahrradstraße ist, ist auch für Radfahrer in Rotenburg von entscheidender Bedeutung. Zum einen bindet sie die östliche Stadt an den Komplex der Schulen in der Gerberstraße an (Ratsgymnasium, IGS, Pestalozzi-Schule) aber auch die BBS, den Berufsbildenden Schulen an der Verdiener Straße. Einige der älteren Schüler sind schon im Besitz eines Führerscheins, ein größerer teil der Berufsschüler hat ebenfalls einen Führerschein, beonders diejenigen, deren Lehrstelle außerhalb liegt, die jedoch in Rotenburg wohnen.

Birkenweg und Bergstraße – Dooring auf dem Angebotsstreifen.

Luftbildaufnahme_Bergstraße_Rotenburg_Birkenweg
Bergstrasse_Radweg_Blickrichtung_Ois_Rotenburg_Dooring_Gefahr

Radfahrer in der gefährtlichen Dooring-Zone.

Bergstrasse_Radfahrer_Blickrichtung_Ost_Rotenburg_Mindestabstand

Radfahrer in gefährlicher Dooring Zone auf dem Angebotssrreifen

Bergstrasse_Radweg_Blickrichtung_West_Rotenburg_Dooring

Parken entgegen der Fahrtrichtung Dooring-Gefahr für Radfahrer

Bergstrasse_Fussgaenger_Blickrichtung_Ost_Rotenburg_Gehwegparken

Gehweg in der Bergstraße

Bergstrasse_Radweg_Blickrichtung_West_Rotenburg_Angebotsstreifen

Beginn des verkehrsberuhigten Geschäftsbereiches in der Bergstraße in Rotenburg

Birkenweg_Blickrichtung am_Sande

Parkplätze im Birkenweg Einbahnstraße freigegeben für Fahrräder

Birkenweg_Blickrichtung am_Sande_Strassenmitte

Blick durch den Brikenweg in Richtung Westen zur Bergstraße Rotenburg Einbahnstraße ist freigegeben.

Bergstrasse_Am Sande_Birkenweg_Parkende_KFZ

Bick entlang des Birkenweges in Richtung Osten.

Bergstrasse_Blickrichtung_Ost_Birkenweg_

Blick von der Bergstraße in den Birkenweg

Bergstrasse_Am Sande_Soltauer_Strasse_Abbiegende_KFZ

Kreuzung gesehen von am Sande aus mit Blick auf die Bergstraße

Bergstrasse_Blickrichtung_Ost_Verkehrsberuhigter_Geschaeftsbereich_

Ende des Verkehrsberuhigten Geschäftsbereiches (20er Zone) in der Bergstraße

Birkenweg_Fussgaengerueberweg_Soltauer_Strasse_Bergstrasse_Rotenburg

Querung der Soltauer Straße in westlicher Richtung nur für Fußgänger.

Birkenweg_Kreuzung_am_Sande_Radweg_zur Harburger_Strasse

angedeutete Trennung zwischen Rad- und Fußweg, benutzungspflichtiger Radweg.

Bergstrasse_Fussgaenger_Blickrichtung_Ost_Rotenburg_Geisterradler

Angebotsstreifen in Dooring-Zone in der Bergstraße.

Birkenweg_Kreuzung_Soltauer_Strasse_Bergstrasse_Rotenburg

Querung der Bergstraße, gesehen von Birkenweg Ecke Soltauer Straße

Birkenweg_Kreuzung_am_Sande_Radweg

Blick vom Birkenweg in die Bergstraße in Rotenburg

Birkenweg_Radweg_Kreuzung_Soltauer_Strasse_Bergstrasse_Rotenburg

Querung der Soltauer Straße für Radfahrer und Fußgänger

Bergstrasse_Radweg_Kreuzung_Soltauer_Strasse_Rotenburg

Fussgänger Überweg an der Bergstraße in Richtung Niord

Birkenweg_Kreuzung_am_Sande_Radweg_zur Harburger_Strasse_2

Radweg und Gehweg am Sande Richtung Norden

Bergstrasse_Am Sande_Soltauer_Strasse_Radfahrer

Radweg kreuzt die Bergstraße in östlicher Richtung zur Soltauer Straßer

Bergstrasse_Radweg_Blickrichtung_West_Rotenburg

Angebotsstreifen für Radfahrer in der Bergstraße

Bergstrasse_Radweg_Blickrichtung_Ois_Rotenburg_Dooring_Gehwegparken

Gefahr für Radfahrer durch Dooring in Rotenburg

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Radfahrer im Gegenverkehr

Durch diese Benutzung der Goethestraße ergibt sich im morgendlichen Schüler- und Berufsverkehr durch die bestehende Einbahnstraßenregelung für KfZ – die Freigabe für Radfahrer in Gegenrichtung die Situation, dass diese beiden Ströme sich im Gegenverkehr begegnen müssen. Dies ist natürlich ganztägig der Fall, in den Morgenstunden ist diese Effekt jedoch besonders stark. Auch nach Schulschluss wird diese Verbindung von Fahrradfahrern genutzt. Auch hier führen Defizite bei der Gestaltung dazu, dass Radfahrer und KfZ in Konflikt geraten und sich für Radfahrer gefährliche Situationen ergeben. Dies führt dazu, dass Radfahrer häufig auf den Fußweg ausweichen, um dem aus dem Weg zu gehen.

Gestaltungsmängel in der Goethestraße

Was auf den ersten Blick als Vorteilhaft für Radfahrer darstellt, ist beim näheren Hinsehen eine der größten Gefahrenquellen für Fahrradfahrer. Die „Angebotsstreifen“ in der Goethestraße und Bergstraße. Angebotsstreifen sind das, was der Name sagt: ein Angebot. Sie können genutzt werden, müssen aber nicht genutzt werden. Sie unterscheiden sich so von „benutzungspflichtigen Radwegen“. Für Angebotsstreifen besteht also keine Benutzungspflicht. Das gilt für die Angebotsstreifen in beiden Richtungen. Da der Bereich der Goethestraße bis zur Burgstraße zusätzlich mit Tempo 20 als „Verkehrsberuhigter Geschäftsbereich“ in Anlehnung an §45 der STVO ausgewiesen ist, gelten hier auch die Anforderungen wie an eine „Tempo 30 Zone“, z.B. keine Benutzungspflichtigen Radwege und keine andere Vorfahrtsregelung als rechts vor links. Genauer heißt es dort:

  • „An Kreuzungen und Einmündungen innerhalb der Zone muss grundsätzlich die Vorfahrtregel nach § 8 Absatz 1 Satz 1 („rechts vor links“) gelten“
  • Die Zonen-Anordnung darf sich weder auf Straßen des überörtlichen Verkehrs (Bundes-, Landes- und Kreisstraßen) noch auf weitere Vorfahrtstraßen (Zeichen 306) erstrecken. Sie darf nur Straßen ohne Lichtzeichen geregelte Kreuzungen oder Einmündungen, Fahrstreifenbegrenzungen (Zeichen 295), Leitlinien (Zeichen 340) und benutzungspflichtige Radwege (Zeichen 237, 240, 241 oder Zeichen 295 in Verbindung mit Zeichen 237) umfassen.

Gefahr durch das so genannte Dooring

Schutzstreifen_in_der_Dooring-Zon

Schutzstreifen in der Dooring-Zone

Eine häufige und in den Medien bekannt gewordene Hochrisiko-Situation ist das so genannte „Dooring“. Dieses aus dem englischen übernommene Wort beschreibt eine Kollision zwischen einem Radfahrer und sich einer überraschend öffnenden Autotür. Durch Dooring kommt es jedes Jahr zu vielen schweren und einigen tödlichen Unfällen. Regelmäßig erhalten Radfahrer eine Teilschuld, wenn die den Sicherheitsabstand zu parkenden Autos nicht einhalten. Dieser liegt zwischen 90cm und 150. Er ist nicht gesetzlich festgelegt, findet sich aber in verschiedenen einschlägigen Urteilen in den letzten Jahrzehnten. Entlang dieser Ost-West Verbindung durch die Rotenburger Innenstadt darf an verschiedenen Stellen im Seitenraum geparkt und gehalten werden. Der Schutzstreifen für Radfahrer liegt regelmäßig in einem Abstand zu den parkenden Fahrzeugen. Er erlaubt das Einhalten von Mindestabständen nicht. Fährt ein Radfahrer in östlicher Richtung, die auch für KfZ freigegeben ist, führt das häufig zu Unverständnis bei den Autofahrern, warum denn der Radfahrer „den Radweg verlässt“  (der wie oben beschrieben ja keiner ist). In Gegenrichtung jedoch ist es  eher lebensgefährlich, da kaum ein Autofahrer damit rechnet, dass ihm ein Radfahrer auf der Mittleren Fahrbahn entgegen kommt. Dort müsste ein Radfahrer jedoch fahren, um der Gefahr des „Dooring“ in West-Richtung sicher aus dem Weg zu gehen. Das Problem gibt es auch vor der Sparkasse – zumal dort eine höhere Fluktuation des ruhenden Verkehrs herrscht, da viele Autofahrer dort „nur eben“ halten, um Geldautomat oder Kontoauszugsdrucker zu nutzen.

Hinweise im „Spiegel“ wie das so genannte Dooring verhindert werden kann.

 

Was tun ohne großen Umbau?

Ohne dass man den Durchgangsverkehr reduziert, wird die Goethestraße eine „Problemzone“ bleiben. Als Durchgangsstraße ist die Goethstraße nicht geeignet. Heute ist zu Stoßzeiten ein zu hohes Verkehrsaufkommen zu beobachten. Der Durchgangsverkehr aus westlicher Richtung hat drei Haupt-Ziele:

  • Harburger Straße und dahinter legende Gebietemund Ortschaften
  • Soltauer Straße und dahinter liegende Gebiete und Ortschaften
  • Lindenstraße und dort angesiedelte Unternehmen

Die dafür vorgesehene innerstädtische Straße ist die Aalter Alee / Glockengießer Straße

 

 

 

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