Fahrradverkehr Rotenburg

Fahrradverkehr Rotenburg

Das Radverkehrskonzept von 2013

Das Rotenburger Fahrradkonzept

– auch Radverkehrskonzept war der Erfolg einer langen und harten Arbeit der Rotenburger Grünen. Man könnte auch von Hartnäckigkeit sprechen. Nach intensiver Arbeit wurde dann im November 2013 der Schlussbericht vorgestellt. Wer es noch nicht gelesen hat – es empfiehlt sich, einmal durchzuschauen. Viele vorgeschlagene Lösungen zu Details aber auch in der Peripherie Rotenburgs wurden bereits angegangen. Wer jetzt jedoch erwartet, ein Dokument vorzufinden, das Mängel in jeder Form auch scharf gezeichnet dokumentiert, wird vielleicht enttäuscht sein – es wurde hier und da dann doch ein Weichzeichner angesetzt und Vorschläge wie z.B. die „Fahrradstraße Hemphöfen“ waren schon damals fachlich und planerisch eher fragwürdig – dass Gerber- und Goethe-Straße sich mehr anbieten und einen deutlich höheren Radverkehrsanteil haben, dürfte für jeden Rotenburger nachvollziehbar sein. Dabei war der lange Weg zum Fahrradkonzept sehr steiniger:

Ausgangslage und Zielsetzung

(Auszug) Der Radverkehrsanteil hat in Rotenburg nach Angaben des Verkehrsentwicklungsplanes (2002) einen Anteil von ca. 12 % am Gesamtverkehrsaufkommen. Der touristische Radverkehr erreicht Rotenburg über den überregional bedeutsamen Wümme-Radweg sowie weitere regional bedeutsame touristische Routen.  Aufgrund der Topographie und Stadtstruktur Rotenburgs sind bei konsequenter Radverkehrsförderung Zuwächse beim Radverkehrsanteil zu erwarten. Dieses Potenzial möchte die Stadt weiter ausschöpfen und das Angebot für die einheimische Bevölkerung ebenso wie für die Radtouristen als Besucher der Stadt weiter ausbauen.
Um die notwendigen Voraussetzungen für eine dauerhafte, nachhaltige und effiziente Radverkehrsförderung zu schaffen, wurden die bereits bestehenden Ansätze aufgegriffen und in dem nun vorliegenden Radverkehrskonzept weiterentwickelt. Dabei fand nicht nur der infrastrukturelle Ausbau für den Radverkehr Berücksichtigung, sondern alle Aspekte der Radverkehrsförderung, die unter dem Leitbild „Radverkehr als System“ zusammengefasst werden können. Das Radverkehrskonzept Rotenburg (Wümme)  greift die vorhandenen Überlegungen zum Radverkehrsnetz für den Alltags- und Freizeitverkehr aus dem Verkehrsentwicklungsplan auf Grundlage der wesentlichen Quell- und Zielpunkte auf und entwickelt diese im Sinne eines flächendeckenden, integrierten Radverkehrsnetzes weiter,  zeigt aufbauend auf dem entwickelten Radverkehrsnetz den Handlungsbedarf zu einer attraktiven, sicheren Führung des Radverkehrs unter Berücksichtigung des aktuellen Erkenntnisstandes und der verkehrsrechtlichen Vorgaben auf und berücksichtigt dabei bei Bedarf auch die Qualität der Gehwege.

Hier können Sie den gesamten Schlussbericht des Fahrradkonzeptes einsehen:
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Auszüge aus dem Radverkehrskonzept

Hier möchten wir Ihnen einige Auszüge vorstellen, die Problemstellungen und Lösungsansätze betreffen, mit denen wir uns sicher noch befassen werden müssen. Wir beginnen hier mir der

Goethestraße_im Radverkehrsnetz der Stadt Rotenburg

Die Goethestraße im Radverkehrskonzept der Stadt Rotenburg

Goethestraße

Hier schreibt das Fahrradkonzept:
Der Streckenzug Goethestraße – Bergstraße ist für alle Verkehrsteilnehmer eine wichtige Verbindung innerhalb des Stadtgebietes, gleichzeitig besteht hier durch die Nähe zur Innenstadt ein hoher Parkdruck. Abschnittsweise wird der Kfz-Verkehr in Einbahnrichtung geführt, der Radverkehr wird auf baulichen, nicht abgesetzten Radwegen in beide Fahrtrichtungen geführt. Zahlreiche Unfälle ereigneten sich hier vor allem zwischen Radfahrern und parkenden Kfz bzw. bei Parkwechselvorgängen.

Wer die Goethestraße kennt, kann das sicher nachvollziehen. Schon in der Zusammenfassung der ersten Gesprächsrunde mit Rotenburgern wird die Goethestraße benannt. Diese kurze Aufstellung repräsentiert also den damaligen „Rotenburger Blick“ auf die Goethe-Straße:

– Konflikte mit Kfz (ruhendem und fließendem)
– Kfz hupen wenn Radfahrer auf der Fahrbahn fahren
– Anregung: Angebotsstreifen entfernen?
– Schülerverkehr

Bestand und Probleme in der Goethestraße

Hier schreibt das Fahrradkonzept:

  • Tempo 20-Zone
  • Einbahnstraße
  • beidseitig bauliche Radwege ohne Benutzungspflicht in unzureichender Breite
  • fehlende Sicherheitstrennstreifen zu parkenden Kfz
  • wichtige Achse für den Schülerradverkehr

Lösungsansätze für die Goethestraße aus dem Fahrradkonzept

  • Neuaufteilung des Straßenquerschnitts
  • Radverkehr in Kfz-Einbahnrichtung im Mischverkehr führen
  • Radverkehr entgegen Kfz-Einbahnrichtung auf markierten oder baulichen Radverkehrsanlagen mit ausreichendem Sicherheitsabstand zu parkenden Kfz führen
  • vgl. auch lfd. Nr. 110
  • Detailplanung nötig

Nr. 110 beschreibt die Bergstraße, die ähnliche gestaltungsmerkmale aufweist, wie die Goethestraße. Hier zwei Skizzen aus dem Fahrradkonzept. Im bestand sieht man die Probleme der „Angebotsstreifen“. Wir oben beschrieben kommt es häufig zu Unfällen mit dem „ruhenden Vekehr. regelmäßig müssen Radfahrer eine Teilschuld erhalten, weil sie Sichereitsabstände nicht einhalten. Diese liegen bei 80-130 cm zu parkenden Autos. Da Cabrios und Coupes oft längere Türen haben, haben Gerichte festgelegt, dass diese auch mit größerem Abstand zu überholen sind. Wer die Angebotsstreifen in der Goethestraße und der Bergstraße kennt, weiß, dass dort bei benutzung dieser Streifen ein geforderter Mindestabstand nicht einzuhalten ist. Die zeigt auch die erst Skizze aus dem Radverkehrskonzept zur Bergstraße.

Bergstraße Rotenburg_Bestand-Fahrradkonzept_Radverkehrskonzept

Bergstraße Rotenburg – der heutige Bestand gemäß Fahrradkonzept. Ein Sicherheitsabstand zu parkenden PKW ist bei Nutzung des Angebotsstreifens nicht möglich

 

Die Skizze zu einem möglichen Lösungsansatz.

Hier sieht man, dass durch einen Rückbau der Angebotsstreifen ein Abstand zu parkenden PKW möglich wird. Dazu fahren die Radfahrer in östlicher Richtung auf der Straße – gemeinsam mit den PKW. In westlicher Richtung wiederum wir ein Schutzstreifen angelegt, der einen Sicherheitsabstand zum ruhenden Verkehr berücksichtigt.

Bergstraße Rotenburg Lösungsansatz Fahrradkonzept_Radverkehrskonzept

Bergstraße Rotenburg Lösungsansatz aus dem Fahrradkonzept – Schutzststreifen für die Gegenrichtung zur Einbahnstraße.

Historisches:
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